Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Österreich

Foto: Fritz Duras
Foto: Fritz Duras
Die Österreichische Fussball Nationalmannschaft wird seit Jänner 2006 von Josef Hickersberger als Trainer betreut. Mit ihm will man bei der EM 2008 im eigenen Land das Viertelfinale erreichen. Für die EURO 2008 im eigenen Land haben sich "Hicke und die starken Männer" sehr viel vorgenommen. Man will die Gruppenphase überstehen.

Österreich - Fussballnationalmannschaft

EURO Trikot Österreich kaufenDas erste Spiel bestritt Österreich 1902 gegen Ungarn. Ihren ersten Höhepunkt erlebte sie in den 1930er-Jahren unter Teamchef Hugo Meisl. Dem Wunderteam 1931, Schottland die erste Niederlage auf dem europäischen Festland zuzufügen. Nach der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich, wodurch die Nationalmannschaft vorübergehend aufgelöst. Weitere Erfolge wurden 1954 (dritter bei der WM) und 1978 (achter bei der WM und Sieg über Deutschland in Cordoba) gefeiert. Der letzte Auftritt des Nationalteams bei einem großen Turnier war bei der WM 1998 in Frankreich.

Österreich Gastgeber der EM 2008

roland-linz-fritz-durasFür die EM 2008 ist Österreich neben der Schweiz als Gastgeber qualifiziert. Teamchef der österreichischen Mannschaft bei der EM 2008 ist Josef Hickersberger. Er hat bisher rund 50 Spieler in das österreichische Nationalteam einberufen, von denen Roland Linz , Andreas Ivanschitz, Alexander Manninger , Martin Hiden, Emanuel Pogatetz, Martin Stranzl, Ivica Vastic, Joachim Standfest, René Aufhauser und Markus Weissenberger die die insgesamt erfahrensten Spieler sind.

WM 1978 - 3:2-Triumph über Deutschland in Cordoba

Soletti Joe 1978 war Österreich nach zwanzig Jahren wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. In Österreich wurde nach dem Sieg in der Qualifikations-Gruppe eine wahre Euphorie ausgelöst. Im ersten Spiel gegen Spanien brachte Walter Schachner die Österreicher in Führung - Hans Krankl sorgte für den 2:1-Endstand. Auch gegen Schweden durfte über einen Sieg gejubelt werden (1:0). Nur gegen Brasilien gelang kein Tor. Österreich sicherte sich aufgrund der Tordifferenz sogar den Gruppensieg. In der Zwischenrunde traf Österreich im ersten Spiel auf die von Ernst Happel betreuten Holländer. Das Team von Helmut Senekowitsch unterlag mit 1:5 - Holland konterte die Österreicher eiskalt aus. Im zweiten Spiel der Zwischenrunde hielt sich Österreich wacker - doch durch Pech verlor Österreich gegen Italien mit 0:1. Schließlich der 21. Juni 1978 - das Spiel gegen Deutschland. Es fand in Cordoba statt. Ein Inbegriff für österreichische Fussballfans. Für Österreich geht es eigentlich um nichts mehr - für den Gegner um alles. Bei einem Sieg winkte das Finale, bei einem Remis immerhin noch das Spiel um Platz drei. Das Spiel läuft wie gewohnt: Österreich spielt gut, die Deutschen schießen das erste Tor (Rummenige). Nach der Pause gelingt der Ausgleich: Vogts fälscht eine Krieger-Flanke ins eigene Tor ab. Schließlich der Auftritt von Hans Krankl: Zunächst sorgt Krankl in der 66. Minute für die 2:1. Doch zwei Minuten später gleicht Hölzenbein aus. Dann der krönende Abschluss: in der 88. Minute versetzt Krankl seinen Bewacher Rüßmann, geht am Libero der Deutschen vorbei und lässt Maier im Tor der Deutschen keine Chance. Erstmals nach 47 Jahren konnte das ÖFB-Team den Nachbarn besiegen und Edi Finger wurde NARRISCH.

Dritter bei der Weltmeisterschaft 1954

Soletti JoeIn den 1950er Jahren hatte die Österreichische Nationalmannschaft wieder Weltstars wie Ernst Ocwirk (zweimal Kapitän des FIFA-Weltteams), Ernst Happel, Gerhard Hanappi und Walter Zeman zu bieten. 1953 stellte Österreich sogar sechs Mann für die FIFA-Auswahl. Die WM 1954 zählt zu den glanzvollsten der ÖFB-Geschichte. Der Einzug ins Viertelfinale gelang klar und ohne Gegentor. Im Viertelfinale die legendäre Hitzeschlacht gegen Gastgeber Schweiz. Österreich lag 0:3 zurück - Torhüter Schmied erhielt in Hälfte eins einen Hitzeschlag. Österreichs Masseur Ulrich stand deshalb das Spiel über neben dem Tor und dirigierte den Goalie. Österreich siegte am Ende im trefferreichsten WM-Spiel mit 7:5 und zog ins Halbfinale ein. Dort setzte es gegen das Team aus Deutschland ein 1:6. Ocwirk und Co. rafften sich im Spiel gegen Uruguay um Platz drei nochmals auf und holten durch ein 3:1 "Bronze" - bis heute die beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft!


Das Wunderteam

In den 1930er Jahren spielten sich 11 Fußballer in das Bewusstsein der ganzen Welt. Ein kleines europäisches Land hat sie auf das internationale Spielfeld geschickt und dort gewannen sie ein Spiel nach dem anderen. Es war magisch. Man nannte sie „Das Wunderteam“. Ein Wunder? Es waren Österreicher! Wunderteam war in den Jahren 1931 bis 1933 die Bezeichnung für die österreichische Fussball Nfationalmannschaft, die 14 Spiele in Serie ungeschlagen blieb und mit hohen Siegen über europäische Spitzenmannschaften für Furore sorgte. Der Name stammt aus den Schlagzeilen der deutschen Presse im Jahr 1931, die über die 0:6-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Österreich in Berlin berichtete. Dem Wunderteam gehörten folgende Spieler an Rudolf Hiden (Tor), Roman Schramseis und Karl Rainer (Linker Back), Josef Blum und Karl Sesta (Rechter Back), Georg Braun und Johann Mock (Rechter Half bzw Rechter Läufer), Josef Smistik und Leopold Hofmann (Centerhalf), Karl Gall und Walter Nausch (Linker Half bzw Linker Läufer), Karl Zischek (Rechter Flügel), Friedrich Gschweidl (Rechtsverbinder), Matthias Sindelar (Mittelstürmer), Anton Schall (Linksverbinder) und Adolf Vogl (Linker Flügel).

Österreichischer Fußball war zur Zeit des Wunderteams gleichbedeutend mit Wiener Fußball sowie dem Wiener "Scheiberlspiel", das das schottische Kurzpass-Spiel um Individualität, Listigkeit und Technik bereicherte und oft geradezu Showcharakter annahm. Der "Donaufußball", wie er auch in Prag und Budapest, das mit Wien eine gemeinsame Geschichte in der Habsburger Monarchie verband, praktiziert wurde, galt gewissermaßen als Gegenentwurf zum englisch beeinflussten preußisch-deutschen Spiel, das den langen Ball vorzog und die Betonung auf Athletik, Kraft, Kollektivität und strategische Planung legte. Die zentrale Figur des "Wunderteams" war Matthias Sindelar, auf Grund seiner schmächtigen Erscheinung vom Volksmund "der Papierene" getauft. Sindelar repräsentierte die spezifischen Eigenschaften des österreichischen Fußballs dieser Jahre wie kein anderer.

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