Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Martin Hiden

Foto: Fritz Duras
Foto: Fritz Duras
Der Steirer Martin Hiden ist mit Sicherheit einer der besten Abwehrspieler Österreichs und mir seiner Erfahrung eine wichtige Stütze für die Hintermannschaft des österreichischen Nationalteams.
Spielerdaten Martin Hiden
Vorname Martin
Nachname Hiden
Land Österreich
Position Verteidiger
Verein SK Austria Kärnten (seit 2008)
bisherige Vereine SK Sturm Graz (1992-1994)
SV Austria Salzburg (1994-1996)
SK Sturm Graz (1996-1997)
SK Rapid Wien (1997)
Leeds United AFC (England) (1998-2000)
FK Austria Wien (2000-2003)
SK Rapid Wien (2003-2008)
Geboren 11. März 1974 (Stainz)
Größe 184 cm
Gewicht 74 kg

Geboren im steirischen Stainz waren seine ersten Fuballvereine lokale Klubs wie St. Stefan und Stainz. Mit 19 Jahren ging Martin Hiden dann in die Landeshauptstadt und wechselte zu Sturm Graz. Zwei Jahre später wurde er vom damaligen Meister Austria Salzburg unter Vertrag genommen. Dort spielte er in seiner ersten Saison gleich in der UEFA Champions League, wo man aber unglücklich durch eine dubiose Entscheidung am grünen Tisch nach der Gruppenphase ausscheiden musste. In der heimischen Meisterschaft war er aber maßgeblich daran beteiligt dass Salzburg den Titel verteidigen konnte. Die nächste Saison sollte aber alles andere als glücklich verlaufen, denn nach mehreren Trainerwechseln und das Nicht-Erreichen der Gruppenphase in der UEFA Champions League kam es zu großen Unruhen und Machtkämpfen im Verein. Am Ende belegte man den achten Platz in der Meisterschaft und viele Spieler verließen damals den Verein, so auch Martin Hiden, der für ein Jahr zurück zu Sturm Graz ging, und nach einem ganz kurzen Intermezzo bei SK Rapid nach England zum damaligen Erstligisten Leeds United (England) wechselte.

Im Nordosten Englands konnte er sich einen Stammplatz erkämpfen und spielte wiederum in seiner ersten Saison bei dem neuen Verein in einem europäischen Wettbewerb, diesmal im UEFA Cup. Dort schaffte es Leeds sogar bis ins Halbfinale, ehe man sich gegen den späteren Gewinner Galatasaray (Türkei) verabschieden musste. Nach zwei Jahren auf der Insel wurde er von Austria Wien verpflichtet und wurde dort in seiner letzten Saison (2002/2003) österreichischer Meister. Danach folgte ein wiederum recht ungewöhnlicher Schritt, denn Martin Hiden unterschrieb einen Vertrag beim Erzrivalen Rapid. Dort sollte er sehr erfolgreiche fünf Jahre verbringen und seine beste Zeit als Fußballer erleben. In seinem zweiten in Jahr in Hütteldorf konnte er unter dem heutigen Teamchef Josef Hickersberger den 31. Meistertitel Rapids feiern. In der darauf folgenden Saison stand erstmal die Qualifikation für die UEFA Champions League an, die man durch einen 1:0 Auswärtssieg bei Lok Moskau (Russland) im letzten Spiel der dritten Runde erfolgreich überstand. SK Rapid musste aber mit null Punkten gegen die drei Gruppengegner FC Bayern München (Deutschland), Juventus Turin (Italien) und FC Brügge (Belgien) ausscheiden. In der Winterpause 2005/2006 wurde Trainer Josef Hickersberger zum neuen Teamchef Österreichs ernannt und es folgte der ehemalige Rapid-Spieler Peter Pacult ins Traineramt der Grün-Weißen. Von Anfang an gab es kleinere Reibereien zwischen Martin Hiden und dem Trainer, die beide aber in der Öffentlichkeit immer wieder wegzureden versuchten, dennoch wurden die Einsatzzeiten für Hiden immer geringer und er sah seine Chancen bei der Heim EM zu spielen immer geringer werden. Daraufhin wechselte er in der Winterpause der Saison 2007/2008 zum neu gegründeten und akut abstiegsbedrohten Verein Austria Kärnten. Dort war er wieder Stammspieler und konnte durch äußerst solide Leistungen mithelfen den Klassenerhalt zu sichern. Doch in seiner Zeit bei Rapid wurder er zu einem absoluten Führungsspieler der auch das Kapitänsamt der Hüteldorfer inne hatte.

Sein Debüt in der österreichischen Nationalmannschaft gab Martin Hiden am 25. März 1998 bei einem Vorbereitungsspiel gegen Ungarn für die WM in Frankreich. Bisher wurde er 48 Mal ins Nationalteam einberufen und konnte dabei ein Tor für sein Land erzielen. Zwei Mal trug er auch die Kapitänsbinde für Österreich.

Bearbeitet von Sportredakteur Matthias
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