Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Neue Schwerpunkte beim ÖFB-Trainingslager

Für das österreichische Fußball-Nationalteam ändert sich ab Montag die Schwerpunktsetzung im Vorbereitungstraining auf die EURO 2008. Bisher wurden fast ausschließlich kräfteraubende Einheiten zur Stärkung der konditionellen Verfassung absolviert, doch ab sofort rücken in Lindabrunn nach der Rückkehr aus Sardinien technisch-taktische Übungen in den Mittelpunkt.
Das Programm wird auch deswegen adaptiert, um die Spieler relativ knapp vor der EM nicht allzu hohen Belastungen auszusetzen und sie damit ihrer Spritzigkeit zu berauben. Zum anderen sind bis Mittwoch alle elf Legionäre mit von der Partie und der EURO-Großkader vollzählig, wodurch taktische Varianten besser geprobt werden können. Alle 31 Spieler werden aber nie gemeinsam eine Einheit auf dem gleichen Platz absolvieren. Teamchef Josef Hickersberger wird das Aufgebot in Gruppen aufsplitten, deren Einteilung sich zumeist nach dem körperlichen Zustand jedes Kickers richtet.

In Lindabrunn finden auch die mannschaftsinternen Duelle um einen Platz im endgültigen 23-Mann-EM-Kader ihre Fortsetzung. Acht Spieler müssen spätestens nach der Bekanntgabe des Aufgebots am 28. Mai in Graz die Heimreise antreten, dabei wird es sich laut Hickersberger vorwiegend um Abwehrspieler und Stürmer handeln. Darunter könnte sich auch der eine oder andere Spieler aus dem Kreis der Legionäre, die im Laufe der kommenden Woche die leistungsdiagnostischen Tests in der Südstadt nachholen, befinden.

Die elf "Fremdarbeiter" treffen in mehreren Etappen ein. Andreas Ivanschitz, Jürgen Macho, Roland Linz, Martin Stranzl, Roman Kienast und Emanuel Pogatetz beziehen am Montag ihr Quartier, einen Tag später folgen Markus Weissenberger und Martin Harnik, die Nachhut bilden am Mittwoch Alexander Manninger, György Garics und Andreas Ibertsberger.

Mit der Ankunft von Manninger wird auch die letzte und entscheidende Runde im Rennen um das Einserleiberl bei der EURO eingeläutet. In der Partie gegen Nigeria am 27. Mai in Graz steht gemäß Rotation Macho im Tor, die Entscheidung über den EM-Stammkeeper fällt voraussichtlich erst einige Tage später, möglicherweise erst nach dem abschließenden Testspiel am 30. Mai wieder in Graz gegen Malta.

Nach diesem Match haben die Teamspieler noch einmal zwei Tage frei, ehe am 2. Juni im offiziellen EM-Quartier in Stegersbach eingecheckt wird. Im Südburgenland holen sich Ivanschitz und Co. dann den letzten Feinschliff für den ersten EURO-Auftritt am 8. Juni im Wiener Happel-Stadion gegen Kroatien. (Quelle:oefb)
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