Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Frankreich und Italien droht das vorzeitige Aus

"Arrivederci, Azzurri" oder "Adieu, les Bleus": 709 Tage nach dem WM-Endspiel von Berlin stehen sich Weltmeister Italien und "Vize" Frankreich erneut in einem "Finale" gegenüber, auf das beide aber gerne verzichtet hätten.
Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe C am Dienstag (20.45 Uhr, live im ZDF) wird mindestens eines der beiden Teams ausscheiden.

"Ich erwarte ein heißes Spiel. Das wird eine Schlacht", sagte Frankreichs Superstar Franck Ribery. Der 25-Jährige vom deutschen Rekordmeister Bayern München versuchte, sein Team vor dem Showdown wachzurütteln: "Wir müssen im Kopf bereit sein für dieses Spiel und bis an unsere Grenzen gehen. Das ist unsere letzte Chance." Die Zeitung Le Parisien nahm Riberys Ball auf und forderte: "Rettet, was noch zu retten ist!"

Ähnlich angespannt ist die Stimmung im Lager der "Squadra Azzurra", die bei einer Niederlage eine historische Pleite erleiden würde. Noch nie in der EM-Geschichte musste ein amtierender Weltmeister bereits in der Vorrunde die Segel streichen. "Das Frankreich-Spiel ist für uns wie ein Finale. Wir müssen da rausgehen und das Spiel unseres Lebens machen", sagte Torhüter Gianluigi Buffon, der Italiens K.o. mit seinem gehaltenen Elfmeter beim 1:1 gegen Rumänien zunächst verhindert hatte.

Doch so sehr alle Beteiligten den Endspielcharakter betonen, ihr Schicksal haben beide Teams mit nur jeweils einem Punkt nicht mehr in den eigenen Händen. Ein Sieg des Überraschungsteams Rumänien (zwei Punkte) gegen die nicht in Bestbesetzung antretenden Oranje-Stars würde sowohl für Italien als auch für Frankreich das Aus bedeuten. Italiens Trainer Roberto Donadoni hofft auf die Motivationskünste von Bondscoach Marco van Basten, mit dem er jahrelang beim AC Mailand zusammengespielt hat: "Marco ist korrekt, ehrlich und kompetent. Für mich ist das Garantie genug."

Frankreich hofft auf Vieira, Italien auf Cassano

Frankreich hofft unterdessen auf die Rückkehr von Patrick Vieira. Dem Defensiv-Strategen blieb wegen einer Oberschenkelverletzung bislang lediglich die Zuschauerrolle, gegen Italien könnte er erstmals auflaufen. "Wenn Pat in Form ist, ist er unersetzlich", meinte Domenech, ohne sich auf einen Einsatz des 35-Jährigen festzulegen.

Bei Italien heißt der Hoffnungsträger Antonio Cassano, dem Donadoni wohl eine Chance von Beginn an gibt. "Heiliger Antonio, der das Wunder vollbringen soll", schrieb die Gazzetta dello Sport.

Für Frankreichs Ribery bleibt jedoch sein Münchner Teamkollege Luca Toni trotz dessen bislang unglücklicher Auftritte der gefährlichste Spieler der Italiener: "Er ist einer, der immer richtig steht und auch gegen uns treffen kann." (Quelle:dfb)
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