Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Österreich und Schweiz hoffen auf mehr Fußball-Nachwuchs

Die EURO 2008 soll nachhaltig den Fußball in den EM-Gastgeberländern Österreich und Schweiz positiv beeinflussen. Die Präsidenten der beiden Verbände, Ralph Zloczower (Schweiz) und Friedrich Stickler (Österreich), äußerten am Sonntag auf der Bilanzpressekonferenz der beiden EM-Ausrichter in Wien positive Erwartungen.
Auch wenn sich beide Nationalmannschaften jeweils bereits nach der Vorrunde von der EURO-Bühne verabschiedet hatten.

"Wir haben jetzt schon steigende Zahlen in den Vereinen. Damit werden wir fertig Wir haben einen Engpass in Spielfeldern. Dort müssen wir uns verbessern und uns dank der Europameisterschaft mit Hilfe anderer Instanzen in der Infrastruktur verbessern", sagte Zloczower.

Entwicklungspotenzial im Mädchen- und Frauenfußball

Sein Kollege Stickler geht davon aus, dass sich die Zahl von über 400.000 Aktiven im größten Sportverband Österreichs steigern wird. "Wir haben unsere Vereine im Vorfeld darauf vorbereitet, keinen Interessenten abzuweisen." Vor allem im Mädchen- und Frauenfußball sieht Stickler großes Entwicklungspotenzial: "Immerhin haben fast so viele Frauen wie Männer die Fernsehübertragungen verfolgt."

Rein sportlich räumten beide Präsidenten ein, dass ihre Nationalmannschaften das Minimalziel Viertelfinale nicht erreicht hätten, betonten aber unisono, ihre jeweilige Auswahl habe trotzdem Sympathien gesammelt.

Für die Politik zogen der Schweizer Bundesrat Samuel Schmid und Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer Bilanz. Schmid unterstrich, während der EM habe es in der Schweiz weniger Staus und weniger Kriminalität gegeben.

"Ein echtes Fest europäischer Integration"

Kanzler Gusenbauer hob hervor, die nicht erfüllten sportlichen Erwartungen hätten der Stimmung in den Ländern keinen Abbruch getan: "Beide Länder waren charmante und kompetente Gastgeber. Die EM war ein echtes Fest europäischer Integration." Propheten, die Angst und Apokalypse vorhergesagt hätten, hätten sich geirrt.

Beide Politiker unterstrichen, dass die 13. EM eine grüne war. Die Schweiz setzte Hunderte von Sonderzügen ein, ohne dass der Fahrplan aus den Fugen geriet, in Österreich nutzten 60 Prozent der Fans (und in den Spielorten 80 Prozent) die öffentlichen Transportmittel.

Beide waren sich auch einig, dass ein Land alleine solch ein Großereignis nicht ausrichten kann. Der angenehme Nebeneffekt des Zwangs zur Zusammenarbeit: man ist sich nähergekommen. (Quelle:dfb)
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