Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Spanien mit Respekt, Russland hofft auf Revanche

Vor dem zweiten Halbfinale der EURO 2008 am Donnerstag in Wien (20.45 Uhr, live in der ARD) zeigt Spanien höchsten Respekt vor dem russischen Angreifer Andrej Arschawin. Russland fiebert hingegen der Revanche für die deutliche Vorrunden-Niederlage entgegen.
"Er spielt ein sehr gutes Turnier. Wir dürfen ihm genauso wenig wie den anderen Russen Raum zur Entfaltung lassen. Sie sind das physisch stärkste Team im Halbfinale", sagt Spaniens Trainer Luis Aragones. Der 69-Jährige hat angeblich den perfekten Plan entwickelt, um den pfeilschnellen Angreifer von UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg zu bremsen: "Mit Senna und Sergio Ramos will er auf dem Boden der Schnelligkeit des Teufels Arschawin entgegenwirken", behauptet die Sporttageszeitung AS.

Unterdessen fordert Mittelfeldspieler Xavi, dass sich der Europameister von 1964 nicht von dem deutlichen 4:1 zum Auftakt der EM blenden lassen soll: "Russland hat unglaubliches Selbstvertrauen. Das wird eine völlig andere Partie als in der Vorrunde." Dies gilt zum Leidwesen auch für die Trikot-Wahl. Da die Spanier als "Gastmannschaft" in die Vorschlussrunde gehen, müssen sie mit den ungeliebten gelben Trikots auflaufen.

Abneigung gegen gelbe Trikots

Aragones hat eine tiefe innere Abneigung gegen die Auswärtsjerseys der Spanier. Bei der WM 2006 warf er einen gelben Begrüßungsstrauß in den Mülleimer. Seine Frau Pepa unterstrich: "Luis hat nie zugelassen, dass unsere Kinder Gelb tragen." Als gutes Omen gilt der Seleccion wenigstens, dass sie ihre bisherigen beiden EM Halbfinal-Spiele 1964 und 1984 gewonnen hat.

Pech hatten die Spanier aber auch bei der Auswahl des Hotels. Aus Aberglaube wollte der Europameister von 1964 in Wien in dieselbe Herberge einziehen wie vor dem Viertelfinal-Sieg gegen Italien. Doch die Russen waren schneller. Direkt nach dem Triumph in der Runde der letzten Acht gegen die Niederlande schnappten sich die Russen die entsprechende Bleibe, die zu einer spanischen Hotelkette gehört. Die Spanier mussten in ein anderes Hotel ausweichen.

Der russische Trainer Guus Hiddink ist vor dem Duell darum bemüht, die Spanier vor dem Halbfinale stark zu reden. "Spanien ist ein Land, das es liebt, Fußball zu spielen. Die Erfahrung spricht für Spanien, weil es häufiger bei großen Turnieren die K.o.-Runden erreicht hat. Die Spieler haben einen viel größeren Wettbewerb in der Primera Division und große internationale Erfahrung in der Champions League gesammelt."

Aber, und das weiß natürlich auch Hiddink: "Das ist nun ein neues Spiel und hoffentlich auch ein neues Russland. Wir haben im ersten Spiel viele Gegentore kassiert, uns dann aber entwickelt." (Quelle:dfb)
« zurück
test