Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Infos zu Schweiz - Liechtenstein

Im letzten EM-Test dominierte das Schweizer Nationalteam Liechtenstein in St. Gallen programmgemäss und gewann diskussionslos 3:0. Alex Frei spielte stark. Der Captain ist dank seiner Doublette nun zum Rekordschützen der SFV-Auswahl aufgestiegen.
Nach 31 Minuten waren die beiden interessantesten Fragen des Abends frühzeitig geklärt. Alex Frei ist Inhaber einer weiteren Bestmarke. Mit seinen beiden Treffern sicherte er sich den Eintrag ins Verbandsgeschichtsbuch und seiner Equipe die Fortsetzung der makellosen Bilanz gegen Liechtenstein. Auch nach dem sechsten Duell mit dem Nachbarn verliessen die Schweizer den Rasen als Sieger.

Acht Tage vor dem EM-Start gegen die Tschechen setzte Jakob Kuhn erneut auf jene 4-4-2-Formation, die am vergangenen Samstag in Lugano die Slowakei 2:0 bezwungen hatte. Damit ist nun endgültig klar, mit welcher Aufstellung die Schweizer am nächsten Samstag beginnen werden. Im rechten Couloir, über dessen Bestückung noch leise spekuliert worden ist, setzt Kuhn auf Verteidiger Stephan Lichtsteiner und Valon Behrami.

Den Gegner dominiert

Grundlegendere Erkenntnisse lieferte das letzte Warm-up vor den dreiwöchigen europäischen Fussball-Festspielen keine mehr; zu wenig wurden die EM-Gastgeber gefordert. Aber die Schweizer erfüllten zumindest den Anspruch ihres Trainers vollumfänglich: Sie dominierten den Gegner von der ersten bis zur letzten Minute.

Euphorie in St. Gallen

Das zweite problemlos gewonnene Spiel ohne Gegentor wird die positive Atmosphäre um Kuhns Team weiter stärken. Das Volk freut sich auf den Kick-off - das war bei der Premiere in der ausverkauften "AFG Arena" gut zu spüren. Am Ende feierten die Zuschauer das nur vom peitschenden Regen kalt geduschte Team euphorisch.

Solo-Unterhalter Frei

Alex Frei löste mit seinen Toren 34 und 35 Kubilay Türkyilmaz nach knapp sieben Jahren als bester Torschütze der Schweizer Auswahl ab. 59 Partien hat der 28-Jährige zum Aufstieg an die Spitze der SFV-Skorerwertung benötigt; in 59,3 Prozent seine Länderspiele hat Frei getroffen.

Doppelpack binnen sieben Minuten

Zur Unterhaltung der 18 000 Zuschauer trug Alex Frei in der ersten Halbzeit die Hauptsache bei. In jede halbwegs gefährliche Aktion war der Captain involviert. Nach 120 Sekunden setzte er einen Ball an die Latte, drei Angriffe später zog er solo Richtung Liechtensteins Keeper Peter Jehle, verfehlte das Tor aber um einige Zentimeter. In der 24. Minute stand Frei abermals im Mittelpunkt und am richtigen Ort. Eine Kopfballvorlage Strellers verwertete der "Dortmunder" unbedrängt und souverän. Das nächste Highlight hatte der Schweizer Torgarant in seiner Privat-Show nach etwas mehr als einer halben Stunde zu bieten, als er nach einer präzisen Flanke von Ludovic Magnin volley zum 2:0 traf.

Geringe Probleme

Allzu viele Efforts waren nicht nötig, um die engagiert aufspielende Auswahl von Hanspeter Zaugg zu kontrollieren. Nur vereinzelt setzte das Nationalteam nach der sicheren Führung noch Akzente. Nicht selten gehörte dabei Johan Vonlanthen zu den massgeblichen Figuren. Der "Platzhalter" des geschonten Fixstarters Tranquillo Barnetta brillierte als gewiefter Dribbler mit erstaunlich viel Speed. Das 3:0 in der 68. verdiente sich der formstarke Vonlanthen zweifelsfrei.

Telegramm:
AFG Arena - 18 000 Zuschauer (ausverkauft)
SR Thual (Fr)
Tore: 24. Frei 1:0. 31. Frei 2:0. 68. Vonlanthen 3:0.
 
Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner (59. Degen), Müller, Senderos (62. Grichting), Magnin (71. Spycher); Behrami (55. Gygax), Inler, Fernandes (86. Huggel), Vonlanthen; Frei, Streller (59. Yakin).
 
Liechtenstein: Jehle; Oehri (83. David Hasler), Gerster, Martin Stocklasa, Burgmeier; Ritzberger, Polverino, Martin Büchel, Rohrer (65. Roger Beck); Fischer (65. Thomas Beck), Frick (83. Ronny Büchel).
 
Bemerkungen: Schweiz ohne Barnetta (verletzt). - Verwarnungen: 22. Burgmeier (Foul), 72. Roger Beck (Foul), 75. Polverino (Foul). (Quelle:sfv)
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