Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Alexander Frei - Die Sprüche werden weniger

48 Stunden vor dem EM-Kick-off sprach Rekordschütze Alex Frei über den Formstand der Mannschaft und beurteilte Tschechiens Keeper Petr Cech.
Können Sie zwei Tage vor der EURO der Öffentlichkeit versichern, dass die Mannschaft bereit ist?

Alex Frei: "Ich schätze die Situation so ein, ja. Wir sind zu 100 Prozent parat. Alle warten nur noch darauf, von der Leine losgelassen zu werden. Die Vorbereitung ist sehr gut gelaufen. Im Tessin haben wir im physischen Bereich gearbeitet. In der zweiten Phase machten wir den letzten Feinschliff."

Der Umzug nach Basel steht bevor. Am Samstag ist das Eröffnungsspiel gegen die Tschechen.

"Man merkt schon, dass die Sprüche weniger werden. Jeder ist noch konzentrierter als vorher. Die Spannung steigt zwar täglich, aber nervös bin ich noch nicht. Der Druck wird erst kurz vor dem Spiel brutal zunehmen."

Sie haben sich zusammen mit dem Team nun fast während drei Wochen auf die EM vorbereitet. Blieb Ihnen persönlich ein Detail speziell in Erinnerung?

"Die beiden Spiele mit dem Torverhältnis von 5:0 bleiben mir in guter Erinnerung. Und ich würde ja lügen, wenn ich nicht auch meinen Torrekord (35 Tore in 59 Spielen -- Red.) erwähnen würde. Darüber habe ich mich natürlich gefreut. Aber es ist jetzt ja schon ein paar Tage her. Im Fussball muss man sich bereits neue Ziele setzen."

Im Startspiel treffen Sie auf Petr Čech. Mit dem Keeper der Tschechen spielten Sie in Rennes zusammen. Wie schätzen Sie ihn als Mensch ein? Wie beurteilen Sie Čech als Sportler?

"Ich habe ihn als sehr ruhigen Typen in Erinnerung. Ruhig zwar, aber mit einem trockenen Humor. Wenn er mal eine Geschichte erzählt hat, hörte die gar nie mehr auf. Er ist ein sehr angenehmer und intelligenter Mensch. Vor seinen sportlichen Leistungen habe ich grössten Respekt. Bereits zu meiner Zeit in Rennes hätte er zum FC Barcelona wechseln können. Er blieb dann noch und ging später zu Chelsea. Für mich ist er der beste Goalie, mit dem ich je zusammengespielt habe."

Köbi Kuhn hat in den vergangenen Tage wegen seiner erkrankten Frau schwierige Stunden durchgemacht. Wie haben Sie Ihren Trainer wahrgenommen?

"Über diese Situation möchte ich eigentlich gar nicht gross reden. Man muss sie einfach respektieren. Niemand kann in den Kopf von Herrn Kuhn blicken. Man soll ihn einfach in Ruhe lassen und seine Lage begreifen." (Quelle:sfv)
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