Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Rehhagel:

Nach der misslungenen Generalprobe für die EM mit Titelverteidiger Griechenland blieb Nationaltrainer Otto Rehhagel gelassen. Es wirkte fast so, als spiele die Nullnummer in Offenbach gegen Armenien dem 69-Jährigen in die Karten. "Wir sind zwar der Titelverteidiger, aber wir gehen als Außenseiter ins Rennen. Wir wurden im Vorfeld nie als Favoriten genannt - und das soll auch so bleiben", erklärte Rehhagel an der Stätte seiner ersten Trainerstation im Stadion auf dem Bieberer Berg.
Die Frage nach einer vermeintlichen Rolle als Mitfavorit bei der EURO in Österreich und der Schweiz war der einzige Moment am Sonntag, der Rehhagel etwas aus der Fassung geraten ließ - ansonsten behält der ehemalige Meistercoach von Werder Bremen und des 1. FC Kaiserslautern trotz der Vorstellung der Hellenen die Ruhe. "Wir haben noch bis Dienstag nächster Woche Zeit, um dann zum ersten Spiel in Salzburg gegen Schweden auf den Punkt topvorbereitet zu sein", sagte Rehhagel: "Über Taktik und mögliche Aufstellungen rede ich sowieso nicht."

Dass das Deutschland-Trio mit 2004-EM-Held Angelos Charisteas von Absteiger 1. FC Nürnberg, Ioannis Amanatidis (Eintracht Frankfurt) und Theofanis Gekas (Bayer Leverkusen) gegen Armenien im Sturm ohne Durchschlagskraft blieb, tat Rehhagel äußerlich gelassen ab. "Es ist ja bekannt, dass wir nicht diejenigen sind, die Tore am Fließband schießen", meinte "Rehakles". Charisteas, der im Finale 2004 gegen Gastgeber Portugal das Tor zum 1:0-Sieg köpfte, bekommt trotz einer durchwachsenen Saison in Nürnberg nach wie vor das volle Vertrauen des Trainers.

Rehhagel hob lieber das Positive hervor - und das war in Offenbach die souveräne Leistung von Torwart Antonis Nikopolidis. "Er hatte vor dem Spiel ein paar leichte Probleme und hat die Sache sehr gut gemeistert", lobte Rehhagel seinen Routinier zwischen den Pfosten.

Griechenlands Nationaltrainer setzt trotz der augenscheinlichen Probleme auf Gelassenheit. Am Montag gönnte er seinen Spielern einen freien Tag, ehe die Mannschaft ins EM-Quartier nach Salzburg übersiedelt. Dort treffen die Hellenen in der Vorrundengruppe D auf Schweden (10. Juni), Russland (14. Juni) und Spanien (18. Juni). (Quelle:dfb)           
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