Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Gastgeber Schweiz nach Niederlage gegen Türkei ausgeschieden

Die Schweiz ist raus: Bei der Wasserschlacht von Basel hat die Türkei die Träume der Eidgenossen von einem Wunder bei der EURO 2008 zunichte gemacht. Mit einem 2:1 (0:1) gegen die Gastgeber sorgte der WM-Dritte von 2002 nicht nur für ein vorzeitiges Ausscheiden der Eidgenossen.
Die Mannschaft von Trainer Fatim Terih hat nun selbst alle Möglichkeiten, in die Runde der besten Acht einzuziehen. Die Türken treffen am letzten Spieltag der Gruppe A auf Tschechien, das ebenfalls drei Punkte aufweist.

Ausgerechnet der türkischstämmige Hakan Yakin hatte die Schweiz mit seinem Treffer in der 32. Minute in Führung gebracht. Erst in der zweiten Halbzeit, als der Regen nachgelassen hatte, rollte der Ball wieder flüssiger und die Türken kamen besser ins Spiel. Semih (57.) und Arda (90.) sorgten für das EM-Aus der Schweiz. Portugal steht als Gruppensieger und erster Viertelfinalteilnehmer fest.

Nach etwa zehn Minuten öffnete zunächst der Himmel seine Schleusen über dem "Joggeli" in Basel und beeinflusste schnell den weiteren Verlauf des Spiels. Auf dem Rasen bildeten sich Pfützen, an einen geordneten Spielaufbau war daher kaum zu denken. Selbst Pässe über wenige Meter waren angesichts der Lachen ein Glücksspiel. Die Spieler rutschten teilweise wie auf einer Eisbahn.

Und dennoch nahm die Begegnung nach dem Einsetzen des starken Regens an Fahrt auf und entwickelte sich immer mehr zu einem offenen, intensiven, aber nie unfairen Schlagabtausch. Die ersten guten Gelegenheiten besaßen dabei die Gastgeber. Hakan Yakin, einer von insgesamt drei Spielern mit türkischen Wurzeln in der Anfangsformation der Schweizer, scheiterte mit einem fulminanten Schuss an Volkan (23.), zwei Minuten später wehrte der türkische Torhüter auch einen Freistoß des Leverkuseners Tranquillo Barnetta mit einer Glanzparade ab.
Zweikampf zwischen Patrick Müller (l.) und Nihat Kahveci ©

Hakan Yakin hatte die undankbare Aufgabe, mit dem ebenfalls türkischstämmigen Derdiyok den etatmäßigen ersten Sturm der Schweizer zu ersetzen: Mannschaftskapitän und Toptorjäger Alexander Frei von Borussia Dortmund hatte sich im ersten Vorrundenspiel gegen Tschechien (0:1) verletzt, Sturmkollege Marco Streller fehlte wegen einer Leistenverletzung. Die beiden Ersatzleute machten ihre Sache aber beim 1:0 ausgezeichnet. Nur zwei Minuten nach der Führung hatte Hakan Yakin in gleicher Position seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, verfehlte das Tor allerdings um Zentimeter.

Auch die Türken suchten im strömenden Regen den Weg zum Tor. Bei immer besser werdenden Bedingungen nach der Pause drängten sie mit Vehemenz und schließlich erfolgreich auf den Ausgleich. Danach nahm die Begegnung an Intensität sogar noch zu - ohne dass eine der beiden Mannschaften eine ihrer vielen guten Möglichkeiten nutzen konnte. Als sich alles schon auf ein Unentschieden eingestellt hatte, das beiden Mannschaften die Chance aufs Weiterkommen ermöglicht hätte, schlugen die Türken durch Arda noch einmal zu und stürzten die Schweizer in ein Tal der Tränen. (Quelle:dfb)
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