Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Griechenland nach 0:1 gegen Russland ausgeschieden

Otto Rehhagel ist mit Titelverteidiger Griechenland bereits nach dem zweiten Vorrundenspiel der Fußball-EM ausgeschieden. Die Hellenen verloren in der Gruppe D in Salzburg gegen Russland mit 0:1 (0:1) und schrieben damit im negativen Sinne EM-Geschichte.

So früh wie die Griechen war zuvor noch nie ein Titelverteidiger bei einer EURO-Endrunde gescheitert.

Konstantin Syrjanow erzielte in der 33. Minute den Siegtreffer für die Sbornaja, die im letzten Gruppenspiel am Mittwoch (20.45 Uhr) in einem "Endspiel" gegen Schweden um den Einzug in die K.o. -Runde kämpft.

Bereits als Viertelfinalist und Gruppensieger steht Spanien (sechs Punkte) fest, das sich zuvor mit 2:1 (1:1) gegen Schweden durchgesetzt hatte. Die Iberer treffen in der Runde der besten Acht am 22. Juni in Wien auf den Zweiten der Gruppe C mit Frankreich, Italien oder Rumänien als mögliche Gegner.

"König Otto" Rehhagel und seine griechischen Europameister haben ihre EM-Krone verloren. Nach dem Fußball-Wunder 2004 in Portugal ist der Titelverteidiger bei der EURO 2008 bereits nach dem zweiten Spiel der Vorrunden-Gruppe D gescheitert. Die Griechen unterlagen Russland durch einen Treffer von Konstantin Syrjanow (33.) in Salzburg mit 0:1 (0:1) und haben damit auch theoretisch keine Chance mehr auf den Einzug ins Viertelfinale. Raus schon nach dem zweiten Gruppenspiel - so früh wie die Hellenen hat bei einer Endrunde noch kein Europameister seinen Titel verspielt.

Die junge russische Mannschaft hat dagegen noch alle Chancen auf das Erreichen der K.o.-Runde und ein echtes Endspiel vor sich: Am kommenden Mittwoch trifft die Sbornaja zum Abschluss der Gruppe D auf die Schweden, die nach einem 1:2 (1:1) gegen Spanien ebenfalls 3 Punkte aufweisen. Spanien steht vor der Begegnung mit Griechenland bereits als Gruppensieger fest und trifft im Viertelfinale am 22. Juni in Wien auf den Zweitplatzierten der Gruppe C: auf Rumänien, Weltmeister Italien oder Vize-Weltmeister Frankreich.

Zahlreiche Umstellungen bei Griechenland

In der Qualifikation für die EURO 2008 waren die Griechen mit 31 Punkten noch so erfolgreich gewesen wie keine andere Mannschaft. Nach dem 0:2 des Titelverteidigers im Auftaktspiel gegen Russland hatte "Rehakles" reagiert und seine Mannschaft umgestellt. Paraskevas Antzas musste seinen Platz in der von fünf auf vier Spielern reduzierten Abwehr räumen, dazu Giorgios Karagounis die zentrale Mittelfeldposition und Theofanis Gekas von Bayer Leverkusen die Sturmmitte. Dafür kamen Christos Patsatzoglou für das rechte Mittelfeld und Nikolas Liberopoulos sowie Ioannis Amanatidis von Eintracht Frankfurt für den Angriff.

Die Russen, bei denen Sergej Ignatschewitsch und Dimitrij Torbinski in der Startelf Roman Schirokow und Dimitrij Sytschew verdrängten, setzten die Griechen zunächst stark unter Druck. Roman Pawljutschenko zwang Torhüter Antonis Nikopolidis bereits nach 14 Minuten zu einer ersten Glanzparade, kurz darauf schoss Dimitrij Schirkow nur knapp am Tor vorbei. Pawljutschenkos Einsatz war nach dem 1:4 im ersten Gruppenspiel gegen Spanien fraglich gewesen, den Angreifer von Spartak Moskau hatten Adduktorenproblemen geplagt.

Vorarbeit durch Semak per Fallrückzieher

Bei Pawljutschenko war von Verletzungsproblemen allerdings vor 31.063 Zuschauern nichts zu sehen, der bullige Angreifer stiftete auch mit ständigem Ausweichen auf die Flügel stets Verwirrung bei den Griechen. In Führung gingen die Russen aber durch einen Treffer von Syrjanow (33.), nachdem ihm der starke Sergej Semak mit einem Fallrückzieher von der Torauslinie aufgelegt hatte.

Nach dem Rückstand reagierte Rehhagel ein weiteres Mal und schickte in der 40. Minute Spielmacher Karagounis für Abwehrspieler Georgios Seitaridis aufs Feld. Zielstrebiger waren aber weiterhin die Russen: Pawljutschenkow vergab in der 47., 48. und 52. Minute weitere Großchancen.

Die Griechen kämpften eher mit dem Mut der Verzweiflung um den Ausgleich. Rehhagel brachte nach einer Stunde dann doch noch Gekas als Angreifer anstelle von Liberopoulos, doch die klaren Aktionen fehlten. Amanatidis wurde in der 80. Minute ausgewechselt. (Quelle:dfb)

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