Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Roth stellt Schiedsrichtern gutes Zeugnis aus

Volker Roth, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat den EM-Referees nach der ersten Turnierphase ein gutes Zwischenzeugnis ausgestellt. "Bis jetzt ist alles gut gelaufen.
In den Besprechungen nach den Spielen mussten wir relativ wenig Kritik üben", sagte das führende Mitglied der Schiedsrichter-Kommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA ) am Donnerstag.

Entscheidenden Anteil am bisher nahezu reibungslosen Ablauf der ersten zehn EM-Partien, in denen die Refeeres noch keinen Platzverweis aussprechen mussten, haben nach Ansicht von Roth die Spieler. "Der Respekt gegenüber den Schiedsrichtern ist beeindruckend. Es ist schon fast sensationell, dass die Teams alles das angenommen haben, was ihnen die Mitglieder der Schiedsrichter-Kommission vorher ans Herz gelegt haben", erklärte der 66-Jährige.

Nur die Leistung zählt

Roth betonte außerdem, dass bei der Reduzierung der Referees von zwölf auf sechs nach dem Ende Vorrunde nur die Leistung zählt. "Jeder der zwölf Schiedsrichter hat die Chance, weiter dabei zu bleiben. Es entscheidet alleine die Qualität seiner bisherigen Auftritte", meinte der Unternehmer aus Salzgitter.

Nach Ansicht von Roth wurden auch die kritischen Situation des bisherigen Turnierverlaufs von den Unparteiischen gut gemeistert. Sowohl Lubos Michel (Slowakei) wie Peter Fröjdtfeld (Schweden ) hätten bei der "Wasserschlacht " zwischen der Schweiz und der Türkei (1:2) als auch beim umstrittenen Tor zum 1:0 der Niederländer gegen Italien (3:0 ) richtig entschieden.

Allerdings gehen die Schiedsrichter selbst davon aus, dass es für sie im weiteren Turnierverlauf schwieriger wird. "Es wird von Spiel zu Spiel immer brisanter. Deshalb müssen wir Schiedsrichter die Antennen immer auf Empfang haben", meinte der deutsche EM-Referee Herbert Fandel (Kyllburg), der am Freitag die Partie zwischen den Niederlanden und Frankreich in Bern (20.45 Uhr, live in der ARD) leiten wird.

Schiedsrichter Herbert Fandel: "Große Ehre für mich"

"Es ist für mich eine große Ehre, diesen Fußball-Klassiker pfeifen zu dürfen. Da erwartet uns Fußball auf höchstem europäischen Niveau", erklärte Fandel. "Zudem ist Bern aus deutscher Sicht natürlich ein geschichtsträchtiger Ort. Vor allem wenn man meine Nähe zu Fritz Walter kennt. An seinem 80. Geburtstag bin ich ja sogar aufgetreten", sagte der Konzertpianist.

Roth ist jedenfalls davon überzeugt, dass Herbert Fandel der Aufgabe gewachsen ist: "Er ist motiviert wie alle anderen Schiedsrichter auch. Er hat sich dieses Spiel durch seine Leistungen während der ganzen Saison verdient und wird die Sache sicher gut über die Bühne bringen." (Quelle:dfb)
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