Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Schweiz gegen Türkei - Alles oder nichts!

Beim zweiten Gruppenspiel der Schweiz gegen die Türkei geht es für beide Mannschaften um Alles oder Nichts. Achtmal trafen die Schweiz und die Türkei bisher in WM- und EM-Ausscheidungsspielen aufeinander.
Die Bilanz spricht mit vier Siegen und zwei Unentschieden für die Türken. Wichtiger aber ist, wie oft die Schweiz danach das grosse Ziel erreichte: 1973 (0:0/0:2) wurde die WM-Endrunde in Mexiko und 1974/75 (1:2/1:1) die EM in Jugoslawien verpasst. 1994/95 (2:1/1:2) aber konnte am Ende der Ausscheidung die EM-Qualifikation für England und im November 2005 (2:0/2:4) die WM-Teilnahme in Deutschland gefeiert werden.

Starke Schweizer Nerven

Das Team von Jakob Kuhn hatte nicht nur in jener Barrage im Heimspiel gegen die Türkei (2:0), sondern schon zwei Jahre zuvor gegen Irland (2:0), als die EM-Qualifikation für Portugal gesichert wurde, gezeigt, dass sie in Finalspielen bestehen und dem hohen Erwartungsdruck durch die eigenen Fans standhalten kann. Auch jetzt kann die Schweiz wieder auf den eigenen Anhang zählen. Tranquillo Barnetta dazu: "Es wird eine heisse Atmosphäre herrschen, sowohl auf als auch neben dem Platz. Die Schweizer Fans sind gefordert, dass sie die Übermacht auf den Rängen nicht abgeben."

Kuhn gefordert

Dasselbe gilt auch für den Schweizer Coach und die Spieler auf dem Spielfeld. Kuhn ist gefordert, die ideale Formation nach dem bitteren Out von Captain Alex Frei zu finden. Eine schwierige und heikle Angelegenheit. Soll er in einem Spiel um Alles oder Nichts zum totalen Angriff blasen oder mit angezogener Handbremse beginnen und vorerst auf Sicherheit in der Defensive setzen?

Verstärkte Offensive

Sicher ist, dass die Offensive verstärkt werden muss. Gegen die - defensiv allerdings sehr starken - Tschechen blieb man ohne Torerfolg und das Spiel gegen die Türkei muss gewonnen werden. Die Schweiz muss die gegen Portugal schwache und nun wegen Verletzungen veränderte Türkei-Abwehr unter Dauerdruck setzen und möglichst früh ein erstes Tor erzielen. Damit würde nicht nur die Stimmung im Stadion in positive Bahnen gelenkt, sondern auch der Gegner unter Zugzwang gestellt. Was mehr Platz und Räume für eigene Angriffe öffnen würde.

Wie die Offensive personell auflaufen wird, darüber äussert sich der Nationaltrainer wie gewohnt erst kurz vor Spielbeginn. Am Mittwoch um 20.45 Uhr sind alle Rätsel gelöst. Klar ist nur eines: Die Schweiz muss eines der beiden verbliebenen Spiele gegen die Türkei und Portugal gewinnen, um noch auf die Viertelfinals hoffen zu können. Noch besser wären zwei Siege, es könnten aber auch vier Punkte zur Viertelfinal-Qualifikation reichen. (Quelle:sfv)

  • Schweiz - Türkei
  • Portugal - Tschechien 
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