Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Spanien nach Sieg gegen Schweden vor Einzug ins Viertelfinale

David Villa hat für Titelanwärter Spanien das Tor zum EM-Viertelfinale weit aufgestoßen. Der Angreifer erzielte in der Nachspielzeit (90.) den Siegtreffer zum 2:1 (1:1) gegen Schweden, nachdem sich der Europameister von 1964 im 50. Länderspiel unter Trainer Luis Aragones lange Zeit die Zähne am Abwehrriegel der Skandinavier ausgebissen hatte.

Anders als bei der Fiesta zum Auftakt gegen Russland (4:1), als Villa dreimal traf, konnten die Spanier nicht an ihren Offensiv-Wirbel anknüpfen, stehen mit sechs Punkten als Tabellenführer der Gruppe D aber so gut wie in der K.o.-Runde.

Stürmerstar Fernando Torres, der zum Auftakt noch im Schatten seines ansonsten blassen Angriffspartners David Villa gestanden hatte, hatte Spanien vor 30.772 Zuschauern im ausverkauften Tivoli-Stadion in Innsbruck mit seinem ersten Turniertreffer in Führung (15.) gebracht. Der Profi vom FC Liverpool vollendete ein Flanke von David Silva mit der Fußspitze an Schwedens Torhüter Andreas Isaksson vorbei. Die Schweden zeigten sich im 900. Länderspiel der Verbandsgeschichte aber wenig geschockt und schlugen durch Zlatan Ibrahimovic 19 Minuten später zurück (34.).

Der 26 Jahre alte schwedische Superstar, der beim 2:0 zum Auftakt gegen Titelverteidiger Griechenland seine Torflaute im Nationaltrikot nach 1111 torlosen Minuten beendet hatte, ließ nach einer Flanke von Fredrik Stoor Gegenspieler Sergio Ramos schlecht aussehen. Für den Profi von Inter Mailand, der wegen Knieproblemen zur Halbzeit in der Kabine blieb, war es das 20. Tor im 52. Länderspiel. Begünstigt wurde der Treffer durch die Verunsicherung in der spanischen Hintermannschaft nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Abwehrchef Carles Puyol (24).

Die Spanier traten zunächst in Bestbesetzung und ohne personelle Veränderungen an und übernahmen zunächst die Initiative. Dabei tat sich die Seleccion mit dem technisch überlegenden Mittelfeld um Xavi, Andres Iniesta und David Silva aber schwer, die klaren Feldvorteile gegen die sehr tief stehende schwedische Abwehr in Torrchancen umzumünzen. Auch nach dem ersten Länderspieltor von Torres nach neun Monaten ergaben sich kaum Tormöglichkeiten.

Für die Schweden, bei denen Johan Elmander und Fredrik Stoor die verletzten Christian Wilhelmsson (Oberschenkel/EM-Aus) und Niclas Alexandersson (Wade) auf der rechten Seite ersetzten, war der Rückstand ein Weckruf. Die Spanier ihrerseits zogen sich nach der Führung zunehmend in die Defensive zurück. Nach dem Ausfall von Puyol wirkte die spanische Abwehr verunsichert, was Schwedens Stürmerstar Ibrahimovic eiskalt zum Ausgleich für den WM-Dritten von 1994 ausnutzte.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit besannen sich die Spanier wieder auf ihre Stärken und verstärkten ihre Offensivbemühungen. In der zweiten Halbzeit musste Tre Kronor auf Torschütze Ibrahimovic verzichten, der sich seit längerem mit Kniebeschwerden plagt. Für ihn kam Markus Rosenberg von Werder Bremen.

Allerdings übernahmen nun wieder die Spanier das Kommando, ohne die Durchschlagskraft vom ersten Spiel entwickeln zu können. In der 63. Minute tat sich noch einmal große Lücken in der gelb-blauen Abwehrwand der Schweden auf: Allerdings scheiterten der eingewechslte Cesc Fabregas, David Villa und Fernando Torres innerhalb von 15 Sekunden an Schwedens Keeper Isaksson. Der Torhüter konnte sich danach auch noch bei den Schüssen von Marcos Senna und Torres auszeichnen, war beim Treffer von Villa aber chancenlos. (Quelle:dfb)

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