Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

UEFA stuft Fröjdfeldt-Entscheidung als richtig ein

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat die Torentscheidung des schwedischen Schiedsrichters Peter Fröjdfeldt am Montagabend im EM-Spiel zwischen den Niederlanden und Italien (3:0) als richtig eingestuft.
Ruud van Nistelrooy hatte in der 26. Minute das 1:0 für die "Elftal" erzielt, als der italienische Abwehrspieler Christian Panucci nach einem Zusammenprall mit Torwart Gianluigi Buffon hinter der Torauslinie lag.

UEFA-Generalsekretär David Taylor erläuterte am Dienstag den Fall und gab dem Unparteiischen recht: "Van Nistelrooy stand nicht im Abseits, weil sich noch der Torhüter und ein weiterer Spieler vor ihm befanden. Ein Spieler befindet sich im Spiel, auch wenn er nicht auf dem Spielfeld ist. Diese Regel ist unter Schiedsrichtern bekannt, in der Öffentlichkeit häufig nicht."

Es solle mit dieser Regel vermieden werden, dass ein Verteidiger das Verlassen des Spielfeldes als taktisches Mittel benutze, um einen Angreifer abseits zu stellen. Taylor: "Stellen Sie sich vor, bei einer Ecke steht ein Verteidiger auf der Torlinie und verlässt im letzten Moment das Feld. Welcher Schiedsrichter oder Assistent sollte das sehen? Wer soll entscheiden, ob das absichtlich war?" Es stimme, so der UEFA-"General", dass in einer älteren Textfassung der Regelauslegung der Begriff "absichtlich" aufgetreten sei, "aber diese Fassung ist nicht mehr gültig".

Man könne überlegen, ob die Regelauslegung angesichts der konkreten Situation gerecht sei, aber dann müsse man sich fragen, weshalb die Regel seit Jahren so interpretiert werde. "Die jetzige Regelauslegung ist die wirksamste und sinnvollste", so Taylor, der auf einen Fall, der vor kurzem in der Schweizer Super League passiert sei, verwies. Dieser sei ähnlich gelagert und analog zum Van-Nistelrooy-Tor entschieden worden.

Auch die Gelbe Karte für Italiens Weltmeister Luca Toni von Bayern München, der "Abseits" erst reklamiert hatte, nachdem er die Wiederholung auf der Video-Leinwand gesehen hatte, verteidigte der Generalsekretär: "Toni hat gegen eine Tatsachenentscheidung protestiert, deshalb geht die Verwarnung in Ordnung." (Quelle:dfb)
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