Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Deutschland gegen Serbien - Wer stürmt ?

Der Fünfkampf um zwei freie Plätze im Angriff der deutschen Nationalmannschaft geht vor dem abschließenden EM-Test am Samstag gegen Serbien in Gelsenkirchen (ab 17.30 Uhr, live in der ARD) in die entscheidende Phase. Neun Tage vor dem EM-Auftakt des WM-Dritten am 8. Juni (ab 20.45 Uhr, live im ZDF) gegen Polen in Klagenfurt hat Bundestrainer Joachim Löw an vorderster Front die Qual der Wahl.
"Klose, Kuranyi, Podolski, Gomez und auch Neuville sind alles Stürmer, die unglaubliche Qualitäten haben. Alle fünf sind immer wieder in der Lage, Tore zu erzielen", sagt Löw, als Profi selbst Angreifer und Freund des Offensivspiels. Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff meint: "So eine gute Auswahl an Stürmern hat es in der Nationalmannschaft lange nicht gegeben. Das ist einerseits positiv für die Trainer, andererseits haben sie die Qual der Wahl."

Kapitän Michael Ballack sieht den gut besetzten Angriff der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sogar als Grundlage für den ersten Titelgewinn seit 1996: "Im Sturm sind wir hervorragend aufgestellt. Bei den Topmannschaften machen gute Stürmer den Unterschied aus, weil sie alleine ein Spiel entscheiden können. Wir haben solche Typen in unserer Mannschaft."

Darf Kuranyi "auf Schalke" von Beginn an ran?

Die richtige Auswahl bei der Ziehung "zwei aus fünf" wird Löw bis zum Beginn der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni) noch häufiger beschäftigen. "Natürlich gibt es die Gedankenspiele, dass Kevin Kuranyi in Gelsenkirchen von Beginn an spielen wird", sagt Co-Trainer Hansi Flick über den Profi von Schalke 04.

"Alle Stürmer müssen sich täglich neu beweisen. Ich hoffe aber, dass ich in Gelsenkirchen spiele, auch wenn die Trainer noch nicht mit mir gesprochen haben", erklärt der 26-jährige Kuranyi.

Mario Gomez ist wieder fit

Den Stuttgarter Mario Gomez, in der abgelaufenen Bundesligasaison mit 19 Treffern in 25 Spielen bester deutscher Torjäger, plagten während der ersten Woche im EM-Trainingslager auf Mallorca muskuläre Probleme. Seit der Rückkehr der DFB-Auswahl auf die Ferieninsel nach dem 2:2 gegen Weißrussland am Dienstag trainierte der 22-Jährige in den vergangenen Tagen aber wieder voll mit und ist damit rechtzeitig zum abschließenden Test gegen Serbien fit.

Auch Lukas Podolski hat Chancen auf einen Platz in der Startformation. Im Kreis der DFB-Auswahl zeigt der 47-malige Nationalspieler stets sein WM-Gesicht und bereitete auch gegen die Weißrussen Kloses Treffer zum 1:0 mustergültig vor. "Ich spiele dort, wo mich der Trainer hinstellt. Egal, ob im Sturm oder im Mittelfeld", meint der gebürtige Pole.

Positiver Konkurrenzkampf im Tor

Auch bei der Besetzung zwischen den Pfosten ist für die EURO noch keine endgültige Entscheidung gefallen. So hat Assistenztrainer Flick am heutigen Freitag kurz vor dem Abflug des DFB-Trosses nach dem zwölftägigen Trainingslager auf Mallorca Richtung Dortmund betont: "Auch auf dieser Position gibt es einen Konkurrenzkampf, es ist also nicht egal, wie Jens am Samstag spielt. Robert Enke und Rene Adler haben im Training mit tollen Leistungen gezeigt, dass sie Druck machen und hintendran stehen. Wir haben drei richtig gute Torhüter, die einen positiven Konkurrenzkampf ausfechten."

Flick geht davon aus, dass Löw gegen die Serben die vermeintliche Wunschelf für die EM aufs Feld schickt. "Wir haben in Kaiserslautern auch schon mit sieben, acht Leuten begonnen, die wir für die Stammelf im Kopf haben", so Flick, der damit auf einer Linie mit dem Kapitän liegt: "Michael Ballack und wir sind nicht weit auseinander. Ich denke schon, dass wir gegen Serbien mit der möglichen Stammformation spielen."

"Alle müssen an ihre Grenzen gehen"

Grundsätztlich erwartet Löw gegen die Serben eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Weißrussland-Spiel: "Wir haben in allen Bereichen Luft nach oben." Und Flick ergänzt: "Alle müssen an ihre Grenzen gehen, denn die letzten Tage stecken natürlich noch in den Knochen."

Dennoch geht Kapitän Ballack von einem Erfolgserlebnis aus: "Ich erwarte einen Sieg und ein gutes Spiel unserer Mannschaft, damit wir mit einem positiven Gefühl und dem nötigen Selbstbewusstsein in unsere zwei freien Tage gehen." Am Dienstag geht es dann für alle in die Schweiz ins DFB-Quartier. (Quelle:dfb)
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