Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Griechenland hofft gegen Spanien auf ersten Erfolg

Die Sorge vor dem punktlosen Abschneiden geht bei Otto Rehhagels Griechen um: Noch nie ist ein Titelverteidiger bei einer EM ohne Punkt und Tor ausgeschieden, nur die Türkei (1996) und Dänemark (2000) wiesen bislang in der Vorrunde eine solche Nullbilanz auf.
Deshalb geht Griechenland am Mittwoch (20.45 Uhr) in Salzburg top-motiviert in ein eigentlich völlig unwichtiges Spiel gegen Spanien - der entthronte Europameister steht als Letzter, sein Gegner als Erster der Gruppe D fest.

"Auf keinen Fall ist das für uns schon eine Vorbereitung auf die WM-Qualifikation. Wir wollen unbedingt noch dieses Spiel gewinnen", meinte Theofanis Gekas. Auch der Stürmer von Bayer Leverkusen ist mit Feuereifer bei der Sache, obwohl für ihn das Turnier wegen eines im Spiel gegen Russland erlittenen Jochbeinbruchs schon vorbei ist.

Rehhagel hatte bereits unmittelbar nach dem 0:1 gegen die Russen einen lustlosen Auftritt seines Teams kategorisch ausgeschlossen. "Das Turnier ist noch nicht vorbei. Wir haben die Pflicht, anderthalb Stunden saubere Arbeit abzuliefern", sagte "Rehakles", der sich über seine Zukunft noch nicht konkret geäußert hat. Griechenlands Verbandspräsident Vassilios Gagatsis sprach "König Otto" allerdings schon ohne Wenn und Aber das Vertrauen aus.

Nikopolidis und Antzas verabschieden sich

Zuviel gute Stimmung sollte aber auch bei den Griechen nicht aufkommen. "Natürlich sind wir unzufrieden mit dem Turnier", meinte Ioannis Amanatidis von Eintracht Frankfurt: "Es zählen die Ergebnisse, und wenn man keine Tore schießt, kann man nicht gewinnen." Definitiv sein 90. und letztes Spiel für Griechenland macht Torwart Antonis Nikopolidis, der ebenso wie Abwehrspieler Paraskevas Antzas nach der EM zurücktritt.
Spaniens Trainer Luis Aragones © Bongarts/GettyImages
Spaniens Trainer Luis Aragones

Für die Spanier geht es derweil tatsächlich um nichts mehr, deshalb wird Trainer Luis Aragones ein B-Team aufbieten. "Vielleicht werde ich fast das gesamte Team austauschen. Ich möchte den Spielern, die bisher nicht zum Zuge gekommen sind, Spielpraxis verschaffen. Jeder hat sich die Chance verdient, sich hier zu beweisen", erklärte Aragones.

Aragones warnt vor Überheblichkeit

Er warnt indes ausdrücklich vor Überheblichkeit. Die beiden Siege gegen Russland (4:1) und Schweden (2:1) hätten Selbstvertrauen gebracht. Es sei nun sein Job, so Aragones, "dass wir nicht den Boden unter den Füßen verlieren. Bisher haben wir nichts erreicht."

Warnung genug dürfte den Spaniern der Blick zurück zur WM 2006 sein. Damals ging es nach einem 4:0 gegen die Ukraine und einem 3:1 gegen Tunesien im letzten Gruppenspiel ebenfalls um nichts mehr. Aragones' B-Team quälte sich zu einem 1:0-Sieg gegen Saudi-Arabien. Die A-Auswahl verlor ihren Rhythmus, und die Spanier mussten nach dem 1:3 im Achtelfinale gegen Frankreich die Heimreise antreten. (Quelle:dfb)
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